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Willy Higinbotham war Physiker im Brookhaven National Laboratory. Es
handelte sich dabei um ein Nuklear-Forschungslabor in New York.
Higinbotham bemerkte, dass Besucher, die jährlich das Labor am Tag der
offenen Tür besichtigten wollten, von einfachen Fotos und
Ausstattungen des Labors gelangweilt waren. Da er selbst ein sehr
lebenslustiger Mensch war und ein passionierte
"Flipper-Spieler", wollte er die Besucher am Tag der offenen
Tür unterhalten. Daher entwickelte er ein interaktives Spiel.
Gemeinsam
mit Robert V. Dvorak entwickelter er das Spiel "Tennis for Two"
innerhalb von drei Wochen. Es wurde im Oktober 1958 am Tag der offenen
Tür des BNL's präsentiert. Das interessante an diesem Spiel war, dass es auf
einem 5 Zoll großen Oszilloskop dargestellt wurde. Die nachfolgende
Darstellung zeigt einen "rudimentären" Tennisplatz von der
Seite und einen Ball der über das Netz fliegt.
 Die
Steuerung erfolgte über eine Box mit einem Dreh- und einem Druckknopf.
Mit dem Drehknopf stellte man den Winkel der Flugbahn des Balles ein
und mit dem Druckknopf wurde dieser auf die andere Seite des
"Netzes" zurückbefördert. Higinbotham
hatte niemals ein Patent für seine Entwicklung angemeldet, da er es
selbst nur als Spielerei verstand. Man hätte es aber durchaus als
Vorläufer von Atari's PONG oder von Magnavoxes Odyssey Spielen sehen
können. Allerdings musste jede Firma, die in den folgenden Jahren ein
ähnliches Spiel auf den Markt brachten Gebühren an Magnavox
entrichten.
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